Artikel älterer Ausgaben finden Sie im Archiv

Pressemitteilungen

Kooperation Daimler – Renault – Nissan: Skepsis überwiegt Hoffnung

Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) steht Zusammenarbeit kritisch gegenüber

 

Stuttgart, 08.04.2010. Die Kooperation zwischen Daimler und Renault-Nissan wird von der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet. Vordergründig macht das Konzept der gegenteiligen Beteiligungen und der Zusammenarbeit bei Kleinwagen einen wirtschaftlich schlüssigen Eindruck. Dennoch überwiegt letztendlich die Skepsis in Bezug auf die Sicherheit der Arbeitsplätze am Standort Untertürkheim.

 

„Wir wollen so schnell wie möglich wissen, was für Auswirkungen die Kooperation auf die Kolleginnen und Kollegen in Untertürkheim hat“ fordert Daimler-Betriebsrat Georg-Dieter Bell. Die Geschäftsleitung müsse nun so schnell wie möglich darstellen, wie sich die Zusammenarbeit auf den Standort Untertürkheim auswirkt und vor allem auch, was mittel- und langfristig geplant sei. An erster Stelle stehe dabei weiterhin der Erhalt der Arbeitsplätze im Stammwerk in Untertürkheim und damit die Sicherung des Standortes Deutschland. „Man könnte den Eindruck bekommen, dass hier erneut ganz heimlich, still und leise Arbeitsplätze nach und nach ins Ausland verlagert werden und die dargestellten wirtschaftlichen Vorteile reine Tarnung sind“ kritisiert Bell.

 

Die CGM ist gespannt, wie sich die Zusammenarbeit auf Dauer entwickelt. „Uns sind schon öfters Kooperationen von Daimler in den schillernsten Farben präsentiert worden, die sich hinterher als Milliardengrab entpuppten“ spielt Bell auf die Fusion mit Chrysler und die Beteiligung bei Mitsubishi an. Man müsse nun die anstehenden Daimler internen Inforamtionsveranstaltungen abwarten, damit man konkretere Aussagen machen könne. „Wahrscheinlich werden wir aber erst in ein paar Jahren wissen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit wirklich ist. Bis dahin bleibt immer eine gewisse Skepsis aufgrund der bisherigen Erfahrungen bei Daimler“ so der Untertürkheimer Betriebsrat abschließend.

 

zurück