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CGM bewertet Pläne zur Pflegezeit grundsätzlich positiv
Viele offenen Fragen müssen aber noch geklärt werden
Stuttgart, 04.03.2010. Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) bewertet die
Pflegezeitpläne von Familienministerin Kristina Schröder grundsätzlich positiv. „Es ist gut,
dass das Thema häusliche Pflege jetzt offen diskutiert wird“ nimmt der Bundesvorsitzende
Detlef Lutz für die CGM Stellung. Allerdings gebe es zu den Vorschlägen der Ministerin
auch noch viele offenen Fragen, die dringend geklärt werden müssten.
„Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen Beruf und Pflege vereinbaren. Die Gewerkschaften haben das Problem bereits aufgegriffen und in vielen Tarifverträgen entsprechende Regelungen vereinbart“ so Lutz. In erster Linie sei es demnach Aufgabe der Tarifparteien, Klauseln in Tarifverträgen zu vereinbaren, wie Beruf und Pflege vereinbart werden können. „Es spricht aber auch nichts gegen eine gesetzliche Regelung. Das Elterngeld hat in der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen enormen Fortschritt bedeutet. Einen ähnlich positive Entwicklung würde auch im Bereich der häuslichen Pflege nicht schaden“ ist die Meinung des CGM-Bundesvorsitzenden.
Offene Fragen gebe es aber bezüglich der konkreten Umsetzung der Pflegezeit. So müsse man sich beispielsweise die Frage stellen, wie es nach den zwei Jahren Halbzeitpflege weitergehen soll, wenn der zu Pflegende dann immer noch der häuslichen Pflege bedarf. „Man kann einem Pflegebedürftigen nicht einfach sagen „So, jetzt sind die zwei Jahre Pflegezeit vorbei, ich muss jetz wieder Vollzeit arbeiten“ und ihn dann in ein Pflegeheim abschieben“ äußert sich Lutz kritisch. An dieser Stelle müsse das Familienministerium seine Pläne dringend nachbessern, um den pflegebedürftigen Menschen auch tatsächlich gerecht zu werden.

