Umfrage

Sozialwahl 2011 sagt mir ...
Überhaupt nichts
Ja, habe davon gehört / gelesen
Bin Mitglied in einem Selbstverwaltungsorgan
Ich will mehr darüber erfahren
Halte ich auch künftig für wichtig


DGZ

Deutsche Gewerkschaftszeitung

gewerkschaftszeitung.org

Aktuelle Ausgabe

frbw

Franz-Röhr-Bildungswerk e.V.

frbw.de

Terminplanung

Startseite

Schiller: Konzeptionelle Änderungen im Flächentarif unentbehrlich

CGM-Tarifkonzept sichert und schafft Arbeitsplätze

Einkommensverbesserung muss bei Arbeitnehmern spürbar ankommen – CGM-Tarifpolitik ist auch von Wirtschaftsverbänden unterstützte „Blaupause“ für andere -  Ausblick auf Betriebsratswahlen

 

Stuttgart/Berlin – „In dieser Tarifrunde muss in erster Linie eine spürbare Erhöhung des Entgelts in den Taschen der Arbeitnehmer ankommen. Die CGM wird aber auch weiterhin ihr tarifpolitisches Ziel in der Kombination von mehr Geld und zukunftsweisenden Strukturverbesserungen sehen. Dazu gehören:

 

  • mehr Gestaltungsspielraum für die Betriebspartner
  • Insolvenzgeschützte Langzeitarbeitskonten
  • und die betriebliche Weiterbildung

Dies zu erreichen, wird sich die CGM auch im kommenden Jahr nicht von der Prozesshanselei der selbsternannten Monopolgewerkschaft IG Metall behindern lassen. Reinhardt Schiller sieht als Bundesvorsitzender der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) seine Organisation für die Herausforderungen des kommenden Jahres gut aufgestellt, „vor allem weil unsere konstruktive Tarifarbeit inzwischen nicht nur von Wirtschaftsverbänden anerkannt wird, sondern wichtige Aspekte sogar bis in die Köpfe einiger DGB-Funktionäre durchgedrungen zu sein scheinen“. Dem komme der Rat aus Wirtschaftskreisen entgegen, das CGM-Tarifmodell ‚Phönix’ als Blaupause für die Tarifkonzeptionen insgesamt anzuwenden.

 

Kreatives Zusammenspiel der Sozialpartner

Schiller zog eine positive Bilanz des ablaufenden Jahres „aus dem viele Impulse auf die Herausforderungen des Jahres 2006 positiv einwirken werden“. Insbesondere habe die klare Unterstützung aus dem Arbeitgeberlager und von der Wirtschaftswissenschaft weit über den bundesweiten Thematag seiner Gewerkschaft hinaus bewiesen, dass „unsere konstruktive Kreativität bei der Fortentwicklung des Flächentarifvertrags inzwischen allgemein anerkannt wird,“betonte Schiller.


Sachliche Zielsetzung statt alter Kampfrituale

Daneben habe vor allem die Rechtsauffassung des Kölner Wirtschaftsjuristen Prof.Martin Henssler die Position der CGM weiter abgestützt. Demnach ist die soziale Mächtigkeit einer Gewerkschaft keine Gesetzesgrundlage, sondern eine Erfindung der Rechtsprechung, die es den DGB-Gewerkschaften ermöglicht, lästige Konkurrenz kleinerer, kreativer Gewerkschaften auszuschalten. Demgegenüber erfordere die globalisierte Wirtschaft laut Henssler im Zusammenspiel der Sozialpartner anstelle von Kampfparität vielmehr angemessene Zielsetzungen und sachgerechte Verhandlungsführung.  “Diesen Stil pflegt die CGM seit Jahren erfolgreich vor allem mit dem Handwerk und den Arbeitgebern von OSTMETALL. Dadurch war es auch möglich neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen.,“ betonte Schiller.

 

Betriebsräte als aktive Anwälte der Kollegen

Der Gewerkschaftsführer gab sich überzeugt, dies werde sich bei den anstehenden Betriebsratswahlen wie schon in der Vergangenheit durch steigende Zustimmung für die CGM deutlich niederschlagen. Die CGM setze auf aktive Anwälte der Kollegen aus dem Betrieb. „Dabei lautet unser Motto schon seit langem: Unsere Mandatsträger erhalten so viel Unterstützung wie nötig, gleichzeitig so viel eigenen Gestaltungsspielraum wie möglich“. Die CGM hält nichts von „ferngesteuerten“ Mandatsträgern. Dies sehen auch die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben so“, betonte Schiller.

 

Gewerkschaftsstatus kann nur bestätigt werden

Mit steigender Zustimmung in den Betrieben werde auch die Gewerkschaftspluralität weiter gestärkt. „Damit gerät eine selbsternannte Monopolgewerkschaft immer mehr ins Abseits, wenn sie statt dem Wettbewerb der Ideen um die beste Arbeitnehmervertretung auf juristische Winkelzüge gegen kleinere Tarifpartner setzt“, sagte Schiller. Er sei deshalb überzeugt, dass das Bundesarbeitsgericht am 24. Januar 2006 den Beschluss des Landesarbeitsgerichtes Baden-Württemberg über den Gewerkschaftsstatus der CGM bestätigen werde.

 

Politik muss erfolgreiche Modelle umsetzen

Von der neuen Bundesregierung erwartet CGM-Bundesvorsitzender Reinhardt Schiller, die vorliegenden Arbeitszeit- und Ausbildungsplatz-Modelle, wie sie im Tarifwerk Phönix erfolgreich durchgeführt werden, zu einer wichtigen Entscheidungsgrundlage für die Arbeitsmarktpolitik zu machen. Dabei komme auch der Mitarbeiterbeteiligung gerade jetzt eine außerordentliche Bedeutung zu und es sei erfreulich, dass der saarländische Ministerpräsident und die CDA jüngst diese Forderung ebenfalls erhoben haben.

 

zurück