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CGM-Tarifwerk Phönix ist Blaupause für Tarifzukunft
Arbeitgebervereinigung BDA unterstützt flexible Tarifpolitik der CGM – Druck auf DGB wächst
Stuttgart/Berlin – Das flexible Tarifvertragswerk Phönix der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) ist nach Ansicht der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) als Blaupause für Tarifverträge in allen anderen Branchen geeignet. Sowohl DGB als auch IG Metall seien aufgefordert, dem Vorbild dieses inzwischen seit sieben Jahren erprobten Vertragsmodells zu folgen und von weiteren juristischen Winkelzügen gegen die kleinere aber kreativere Christliche Gewerkschaft Metall abzusehen.
Diese Ansicht unterstrich jetzt Robert Reichling, Leiter der Abteilung Lohn- und Tarifpolitik beim BDA. Vielmehr habe die CGM als Wettbewerbsfaktor die Tariflandschaft verändert und für erheblichen Druck auf den DGB und seine Teilgewerkschaften gesorgt. Diese seien jetzt aufgefordert das Beispiel der CGM als Ansporn anzunehmen, betonte der BDA-Vertreter.
Nach dem Muster des CGM-Tarifwerks müssten innerhalb des tariflichen Rahmens für die Zukunft Abweichungskorridore verbreitert und eine stärkere Differenzierung nach Branchen und Regionen ermöglicht werden, sagte Reichling.
Reinhardt Schiller, Bundesvorsitzender der CGM erklärte dazu:“ Wir stehen unseren Tarifpartnern bereit für alle vernünftigen und unideologischen Schritte in eine Tarifzukunft, die den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen zum Ziel haben. Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen in der Arbeitswelt und der notwendige Mut zu neuen Wegen haben unser Handeln in der Vergangenheit bestimmt. Wir werden auch in einer Zukunft, die kein Gewerkschaftsmonopol gegen die CGM kennt, mit der Weiterentwicklung von Phönix die Sicherheit des Flächentarifvertrags mit den notwendigen Freiheiten für die Betriebspartner effektiv zu verbinden wissen. Für die Industrie gilt das ebenso wie für das Handwerk, wo mancher schon frühzeitiger den Wert der CGM-Tarifpolitik erkannt hat!“
