Titelthema
Wir boxen Sie durch!
Mit den Christlichen Gewerkschaften in die Zukunft!
Die Geschichte der Christlichen Gewerkschaftsbewegung ist schon sehr alt und reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die christlichen deutschen Gewerkschaften haben sich alle im Dachverband des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB) organisiert. Insgesamt haben sich hier 16 Einzelgewerkschaften mit insgesamt ca. 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusammengefunden. Alle Einzelgewerkschaften sind von Parteien, Kirchen und Unternehmen unabhängige Gewerkschaften, die auf der Basis der christlichen Gesellschaftslehre die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Mit der vorliegenden Ausgabe unserer Gewerkschaftszeitung wollen wir einige der Christlichen Gewerkschaften, die in Ostdeutschland vertreten sind, vorstellen. Ausführlich wird in dieser Ausgabe die Christliche
Gewerkschaft Metall (CGM) betrachtet, da diese in den neuen Bundesländern die mitgliederstärkste Christliche Gewerkschaft ist. Die Christlichen Gewerkschaften sind der Christlichen Soziallehre verpfl ichtet. Niemals in der Geschichte der sozialen Bewegung waren es
Sozialisten oder Unabhängige, die einen den Menschen verpfl ichteten, sozialen Fortschritt auf den Weg brachten. Stets und ständig waren es Menschen, die sich der katholischen Soziallehre oder der evangelischen Sozialethik verpfl ichtet fühlten. Daraus entsteht ein Programm,
dem man treu zu bleiben hat, wenngleich man den Wandel in der Gesellschaft mit vollziehen muss. Ganz bewusst geht unser Blick nicht auf die Massen, sondern auf jeden einzelnen Arbeitnehmer.
Ein verbindliches Zusammengehörigkeitsgefühl, in dem es einem zu Herzen geht, ob der andere sich freut oder leidet, ist auch für ein Unternehmen oft der größere Gewinn und beschert der Belegschaft sicher mehr Motivation und Einsatzbereitschaft. Nicht nur die Einzelperson,
auch die Unternehmen stehen in der Verantwortung im Sinne einer christlichen Wertevorstellung. Die Grundverpfl ichtung bleibt, nämlich dem einzelnen Menschen zu dienen und den Ärmsten die Hilfe zuerst, wie Franz Wieber, der Gründer der Christlichen Gewerkschaft Metall
es bereits formulierte. Wir wollen den arbeitenden Menschen als Teilhaber an „seinem“ Unternehmen. Wir wollen Abhängigkeiten durch gemeinsame Verantwortung aufl ösen. Wir wollen den gerechten Lohn und wir wollen die gleiche Entlohnung für Frau und Mann – europaweit!
Wir wollen eine fundierte Bildung für Jedermann und wir wollen, dass sich die Menschen für andere Menschen einsetzen und die Gesellschaft mitgestalten. Wir wollen Chancen für Jung und Alt, Ausbildung und Weiterbildung. Wir wollen aber auch, dass jene Menschen aufgefangen
und begleitetwerden, die nicht von sich aus mithalten können! Wir wollen Demokratie in den Betrieben und wir wollen, dass Solidarität wieder einen Wert an sich darstellt. Nicht die Gemeinsamkeit, sondern die Gemeinschaft Gleichgesinnter macht stark! Es sind die Menschen, die unserer Gewerkschaft ein Gesicht geben und sie zu dem machen was sie ist.
Detlef Lutz
Wir boxen Sie durch!
Mit den Christlichen Gewerkschaften in die Zukunft!

Die Geschichte der Christlichen Gewerkschaftsbewegung ist schon sehr alt und reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die christlichen deutschen Gewerkschaften haben sich alle im Dachverband des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands (CGB) organisiert. Insgesamt haben sich hier 16 Einzelgewerkschaften mit insgesamt ca. 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusammengefunden. Alle Einzelgewerkschaften sind von Parteien, Kirchen und Unternehmen unabhängige Gewerkschaften, die auf der Basis der christlichen Gesellschaftslehre die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Mit der vorliegenden Ausgabe unserer Gewerkschaftszeitung wollen wir einige der Christlichen Gewerkschaften, die in Ostdeutschland vertreten sind, vorstellen. Ausführlich wird in dieser Ausgabe die Christliche
Gewerkschaft Metall (CGM) betrachtet, da diese in den neuen Bundesländern die mitgliederstärkste Christliche Gewerkschaft ist. Die Christlichen Gewerkschaften sind der Christlichen Soziallehre verpfl ichtet. Niemals in der Geschichte der sozialen Bewegung waren es
Sozialisten oder Unabhängige, die einen den Menschen verpfl ichteten, sozialen Fortschritt auf den Weg brachten. Stets und ständig waren es Menschen, die sich der katholischen Soziallehre oder der evangelischen Sozialethik verpfl ichtet fühlten. Daraus entsteht ein Programm,
dem man treu zu bleiben hat, wenngleich man den Wandel in der Gesellschaft mit vollziehen muss. Ganz bewusst geht unser Blick nicht auf die Massen, sondern auf jeden einzelnen Arbeitnehmer.
Ein verbindliches Zusammengehörigkeitsgefühl, in dem es einem zu Herzen geht, ob der andere sich freut oder leidet, ist auch für ein Unternehmen oft der größere Gewinn und beschert der Belegschaft sicher mehr Motivation und Einsatzbereitschaft. Nicht nur die Einzelperson,
auch die Unternehmen stehen in der Verantwortung im Sinne einer christlichen Wertevorstellung. Die Grundverpfl ichtung bleibt, nämlich dem einzelnen Menschen zu dienen und den Ärmsten die Hilfe zuerst, wie Franz Wieber, der Gründer der Christlichen Gewerkschaft Metall
es bereits formulierte. Wir wollen den arbeitenden Menschen als Teilhaber an „seinem“ Unternehmen. Wir wollen Abhängigkeiten durch gemeinsame Verantwortung aufl ösen. Wir wollen den gerechten Lohn und wir wollen die gleiche Entlohnung für Frau und Mann – europaweit!
Wir wollen eine fundierte Bildung für Jedermann und wir wollen, dass sich die Menschen für andere Menschen einsetzen und die Gesellschaft mitgestalten. Wir wollen Chancen für Jung und Alt, Ausbildung und Weiterbildung. Wir wollen aber auch, dass jene Menschen aufgefangen
und begleitetwerden, die nicht von sich aus mithalten können! Wir wollen Demokratie in den Betrieben und wir wollen, dass Solidarität wieder einen Wert an sich darstellt. Nicht die Gemeinsamkeit, sondern die Gemeinschaft Gleichgesinnter macht stark! Es sind die Menschen, die unserer Gewerkschaft ein Gesicht geben und sie zu dem machen was sie ist.
Detlef Lutz