DGZ Ausgabe Januar/ Februar 2012
Titelthema

Regierungsdialog Rente
Armut im Alter verhindern

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ganz nach dem Motto „neues Jahr, neues Glück“ sind wir neugierig, was uns dieses neue Jahr bringen wird. Nach dem Bundesgewerkschaftstag Ende Oktober des vergangenen Jahres in Hannover startet die CGM in eine neue Ära. Die Weichen stehen auf Zukunft. Die programmatische und personelle Erneuerung, die bereits vor dem Bundesgewerkschaftstag ihren Anfang genommen hatte, wird nun auch vom neuen Hauptvorstand weitergeführt. Vor allem in der Jugend liegt die Zukunft, wie dies auch während des Bundesgewerkschaftstags
immer wieder betont wurde. Um der Jugend die Ziele und die Grundsätze der CGM nahezubringen, wird eine neue Jugendkommission ihre Arbeit aufnehmen. Aber auch die ältere Generation, ihre Erfahrung und ihr Wissen darf nicht vergessen werden. Wichtig ist es Alt und Jung an einen Tisch zu bringen und das Potenzial der Generationen zum Wohle der CGM auszuschöpfen. Es geht darum, die Ziele, die sich die CGM thematisch gesetzt hat, nun auch praktisch innerhalb der vier kommenden Jahre umzusetzen und zu verwirklichen.

Das Jahr 2012 stellt uns vor neue Herausforderungen und hält viele interessante Aufgaben für uns bereit. Neben den Zielen, die sich der neue Vorstand gesetzt hat, steht aber auch das Tagesgeschäft an. Im Frühjahr 2012 beginnt die Tarifrunde in der Metallund Elektroindustrie. Die Christliche Gewerkschaft Metall wird sich dafür einsetzen, dass die Arbeitnehmer nicht leer ausgehen und die Arbeit, die geleistet wird, auch entsprechend honoriert wird.

Vor dem Hintergrund der Eurokrise werden sich die Verhandlungen nicht einfach gestalten. Experten gehen davon aus, dass uns die europäische Krise noch mindestens zehn Jahre beschäftigen wird. Wir müssen uns den Problemen der Krise stellen, Lösungen suchen und zukunftsfähige Konzepte auf den Weg bringen. Jammern und Klagen hat noch nie geholfen, die Probleme anzugehen hingegen schon. Es gibt viele gesellschaftliche Themen bei denen die CGM mitreden möchte. Fachkräftemangel und Altersversorgung sind nur ein kleiner Teil davon. Der CGM geht es vor allem auch um bessere Arbeitsbedingungen
und mehr Lebensqualität. Wer länger arbeiten soll, wer belastbarer sein muss, flexibel und immer mehr Leistung bringen soll, der braucht auch seinen Ausgleich, der braucht seine Auszeit und beispielsweise eine präventive Gesundheitsvorsorge, um seelisch wie auch körperlich bis 67 arbeiten zu können. Das neue Jahr hält viele offene Fragen bereit, auf die Antworten gefunden und innovative Lösungen entwickelt werden müssen. Die CGM nimmt diese Herausforderung an.

Carolin Hänßler
Chefredaktion DGZ