TitelthemaProteste gegen das Sparpaket
Wer Balance fordert, muss selbst Fairness praktizieren!
Vorwort
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
pünktlich zum Erscheinungstermin der neuen DGZ übernehme ich meine Aufgaben als „Vorstandsassistent Recht“ ab 01. Juli 2010. Damit bin ich für alle juristischen Angelegenheiten zuständig, um die sich bisher Martin Grießer in bewährter und bekannter Weise gekümmert hat.
Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Martin Gerhardt, ich bin 36 Jahre alt, ledig, Rechtsanwalt unter anderem mit einem Schwerpunkt für Arbeitsrecht.
Der Beginn meiner Arbeit bei und für die CGM beginnt in einer Zeit, in der Sparen in aller Munde ist. Sparen heißt nicht, Ausgaben in der bisherigen Höhe zu belassen und die Einnahmen erhöhen. Sparen heißt, weniger ausgeben und endlich aufhören über seine Verhältnisse zu leben. Insofern liegt die Bundesregierung in Ansätzen mit ihrem Sparpaket richtig. Nur ist das Koordinatensystem unseres Sozialstaates in Gefahr, wenn einerseits Subventionen tabuisiert und zu heiligen Kühen erklärt werden und andererseits die sowieso Benachteiligten zusätzlich durch nicht geringe Streichungen belastet werden. Es wäre sicherlich förderlicher, dass, bevor man beim sogenannten „kleinen Mann“ den Rotstift ansetzt, viele unsinnige und überflüssige Subventionen gekürzt würden. Dabei herrscht sogar von der CDA bis zum Wirtschaftsrat Einigkeit. Selbst Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates, kann sich eine Anhebung des Spitzensteuersatzes um bis zu 4 % für mehr soziale Ausgewogenheit vorstellen. Und dies ist keine Einzelstimme. Ein bekannter Reeder aus Hamburg und ein renommierter Unternehmer aus Hannover haben sich ebenfalls dafür ausgesprochen, die Vermögenden stärker in die Pflicht zu nehmen.
Wir leben in einer Zeit großer Veränderungen und Umbrüche. Es ist spannend. Um so mehr freue ich mich auf meine Tätigkeit bei der CGM und auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.
Martin Gerhardt